.
.
.
Feldblusen Moleskinjacken Bundeswehrjacken Anglerblusen Outdoorjacken Outdoorblusen Baumwolljacken Baumwollblusen
profounderô³ FB 202
Freizeitblusen Anglerjacken Bundeswehrblusen Armeejacken Armeeblusen Sommerjacken Sommerblusen Freizeitjacken
.
.
.
.
Moleskin -der Begriff stammt aus dem Englischen:
mole, der Maulwurf
skin, das Fell
Moleskin= Maulwurfsfell
Wer schon einmal das Glü£« hatte, einen Maulwurf leibhaftig zu "begreifen", der kennt das samtartige und edle Fell dieses Tieres. Es erscheint schon seltsam, daß ein unterirdisch lebendes, sich Gä®§e und Hö¨¬en bauendes Geschö°¦, ein derartig weiches, widerstandsf䨩ges und auch noch sauberes Fell besitzt.

Die Namensgebung dieses Baumwollgewebes verdient also Respekt, sofern das Moleskingewebe den Ansprü£¨en eines Maulwurfes gerecht werden kö®®te:

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen:

Moleskin ist heute nicht mehr gleich Moleskin. Je nach verwendeter Baumwollfaser, z.B. kurz- statt langstapelig, manuell geernet oder maschinell, aber auch durch Sorte und Klima, unterscheiden sich die Qualitä´¥n.

Ist die Faser minderwertig, ist das gesponnene Produkt nicht besser. Auch die Herstellung des Garnes l䟴 qualitativen Spielraum -nicht nur bei der Zuweisung als Kette oder Schu߮

Langstapelige Baumwollfasern kö®®en fein ausgesponnen werden und ergeben so ein dü®®es, aber widerstandsf䨩ges Garn.

Daher schreibt die BW-TL-Norm vor:

"gute und langstapelige Qualitä´ nordamerikanischer
Provenienz oder gleichwertige, gekä­­t
"

Jeansstoffe bestehen oft aus 13,5 oz. schwerem Garn, 
gutes Moleskingewebe aus lediglich 8 oz. schwerem Garn.

Das heiß´: Garne fü² Moleskingewebe sind wesentlich dü®®er als Garne fü² Jeansstoffe.  Wer kennt nicht seine gute alte Jeans, die an den Beinenden ausfranst
-in dicken, breiten F䤥n.

Bei der Verwendung von dü®®eren Garnen wird natü²¬ich auch wesentlich mehr Garn fü² einen Stoff benö´©gt, als bei Einsatz dickerer Garne -die Produktion ist kostspieliger.

Die Maߥinheit fü² die Garnst䲫e wird in tex gemessen:

Das internationale tex-System ist ein Gewichtsnummerierungssystem

(tex = Gewicht in Gramm je 1000 m Lauflä®§e, d.h. 1 tex = 1g/km [s.a.DIN 60905-1]).

Es dient zur Feinheitsbezeichnung textiler Garne, Fasern, Zwirne etc. Je hö¨¥r die tex-Zahl, desto grö¢¥r ist das Garn. Das tex-Zeichen wird immer hinter die jeweilige
Nummer gesetzt, z.B. 140 tex, bei Zwirnen wird der Schrä§³trich [ / ] durch ein Multiplikationszeichen [ x ] ersetzt. 140 tex x 2 besagt: es werden 2 Garne von je 70
tex miteinander verzwirnt.

Die TL-Norm schreibt vor: 
Kette: 20 tex x 2
Schuߺ 50 tex

Bei dem Garn fü² den Kettfaden handelt es sich also um einen gezwirnten Faden.

Bis jetzt haben wir aber lediglich unser gutes und dü®®es Garn fü² den Schuߦaden und das noch dü®®ere Zwirn fü² den Kettfaden.

Um ein festes Stö¦¦chen zu bewerkstelligen, wird eine Mindestanzahl an F䤥n im fertigen Gewebe benö´©gt.

Daher verpflichtet die TL-Norm, eine definierte Anzahl von Garnen im laufenden Meter Gewebe (Fertiggewebe) zu verwenden.

Das Rips-Moleskingewebe muß im laufenden cm fertig aufgerü³´eten Stoff in Kettrichtung (vertikal) 30 (gezwirnte) F䤥n ausweisen, in Schuß²ichtung (horizontal) sogar 36 F䤥n.

Um jede Phantasie in der Herstellung nach o.a. Kriterien einzugrenzen, schreibt die TL-Norm dem Weber auch die Reiߦestigkeit des fertigen Gewebes vor:

Moleskingewebe muߠin Kettrichtung eine Reiߦestigkeit von 850 N (vertikal) und in Schu߲ichtung von 1150 N (horizontal) garantieren.

Auߥrdem wird eine gewisse Flexibil䴠des Stoffes verlangt:

Das Stö¦¦chen muß sich also dem Trä§¥r anpassen, nicht umgekehrt;
eine Mindestdehnung in vertikaler Richtung von 10% wird verlangt, w䨲end in horizontaler Richtung sogar 20% Dehnf䨩gkeit das Maߠder Dinge bedeutet.

Natü²¬ich wird auch das Gewicht des fertig aufgerü³´eten Stoffes vorgeschrieben:

Moleskingewebe: 300 gr/qm (Rohweiß§ewebe)

Und damit dieses Gewicht auch wirklich durch die Garne zustande kommt, und nicht durch "sp䴥re" Nachbehandlung, erfolgt die n䣨ste Vorgabe:

Durch Appretur max. zul.Gewichtszunahme 2% des Rohgewichtes, max. Gewichtszunahme des fertigen, gefä²¢ten Gewebes: 5%.

Und last -not least:

Es wird vorgeschrieben, inwieweit sich die Maߥ von Kette und Schuß im fertigen Gewebe 䮤ern dü²¦en:

Maߤnderung von Kette und Schu� im fertigen Gewebe: max +/-2%,
d.h. 10 x 10 cm Gewebe dü²¦en max. 10.02x10.02 cm gross sein.

Nun haben wir die wesentlichen Bedingungen fü² die Herstellung des TL-Norm gerechten Bundeswehrmoleskinstoffes erfahren.

Sind alle Provenienzen schlie߬ich vorhanden, gilt es das Moleskin zu weben:

Die Bindung entscheidet nun die Qualitä´º Unter Bindung versteht sich die Webart, das Zusammenfü§¥n von Kette und Schuß zum "Rohstoff". Die horizontalen (Schuß© und vertikalen Garne (Kette)  werden abwechselnd unter- und ü¢¥reinander liegend verbunden.

Die simpelste Bindung, die Leinwandbindung

Stellen Sie sich parallel aufgestellte Kettf䤥n (vertikal) vor.
Der Schuߦaden wird nun horizontal ü¢¥r den ersten Kettfaden gelegt, dann unter den zweiten Kettfaden gefü¨²t, anschlieߥnd wieder ü¢¥r den dritten Kettfaden.....usw.

Die gä®§igste Bindung ist wohl die Kö°¥rbindung

Stellen Sie sich wieder parallel aufgestellte Kettf䤥n (vertikal) vor.

Im Gegensatz zur Leinwandbindung muß eine Kö°¥rbindung Flottungen aufweisen, bei der in mindestens einem der beiden Fadensysteme eine Flottung ü¢¥r mindestens zwei F䤥n vorliegt, die um mindestens einen Faden stufenweise versetzt ist.

Aus diesem Webgebilde ergibt sich das bekannte diagonale Webmuster, hervorgerufen durch die Bindungspunkte.

Kö°¥rbindungen kommen mit einer Fadendichte ab 10 F䤥n/cm aus.

Die Verwendung dicker, kurzstapeliger Garne ist daher bei Kö°¥rbindungen mö§¬ich. Die Anzahl der Kett- und Schuߦ䤥n ist in der Fl䣨e gering.

Eine Flottung bildet sich, indem z.B. der (Schuß©faden nicht abwechselnd ü¢¥r- und unter dem (Kett)faden gefü¨²t wird, sondern mindestens zwei (Kett)f䤥n gleichm䟩g unter bzw. ü¢¥rl䵦t.

Die Kett-Atlasbindung ist nun Grundlage des Moleskinstoffes

Bei dieser speziellen Atlasbindung werden Flottungen und Einzelbindungen in einem sich wiederholenden Muster eingesetzt. Wesentlich ist fü²� die Qualitä´³anforderung der Bundeswehr ist eine 6-bindige Ausfü¨²ung, d.h. erst alle sechs Kett- und Schussf䤥n wiederholt sich das Muster. Dies fü¨²t zu einem 䵟erst widerstandsf䨩gen Gewebemuster. Erst diese Musterung erlaubt ausgeprä§´e Flottungen.

Und Flottungen sind eine Grundvoraussetzung fü² weiche und geschmeidige Stoffe.

Die hohe Garndichte von Kett- und Schuߦ䤥n bei diesem Kett-Atlasgewebe unterstü´ºt die Stabilitä´ des Gewebes und macht den Stoff winddicht.

Wie schon ausgefü¨²t ist der Kettfaden gezwirnt, bestehend aus zwei dü®®en F䤥n. Selbst dieser gezwirnte Faden ist noch um 20% dü®®er als der Schuߦaden, mit einer  um ca. 10% hö¨¥ren Reiߦestigkeit.

Durch die unterschiedliche Garnst䲫e entsteht das Rips-Moleskin, welches besonders weich und komfortabel ist.

Nun ist das Gewebe im Prinzip fertig und wartet auf die Weiterverarbeitung.

.
.
.
.
profounder, Nomen est Omen
.
.
.